Pro qm Eröffnung

Projekt: 
Ladeneinrichtung Alte Schönhauser Strasse, Berlin
1999
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Kurzbeschreibung: 

Pro qm wurde als thematische Buchhandlung 1999 in Berlin gegründet und beschäftigt sich vor allem mit Stadt und den Schnittstellen zu Politik, Pop, Ökonomiekritik, Architektur, Design, Kunst und angrenzenden Theorien. Das Projekt ist interdisziplinär und besteht neben der Buchhandlung in regelmässigen Veranstaltungen im Laden und Beiträgen für Ausstellungen und Konferenzen.

Der Ort Pro qm ist aus einer theoretischen Auseinandersetzung mit Stadtpolitik und einer Diskussion um alternative Räume der kulturellen Produktion heraus entstanden, als sozialer Ort, um die Beschäftigung mit solchen Fragestellungen zu ermöglichen.

In den denkmalgeschützten Innenräumen einer ehemaligen Fleischerei aus dem 19. Jahrhundert, die ornamental gekachelt und durch eine Wendeltreppe gekennzeichnet sind, entstand ein friedfertiger Einbau. Die Innenarchitektur stellte eine uneindeutige Distanz zum bestehenden Raum und der Geschichte des sentimentalen Ortes her.

Die von den Berliner Architekten Jesko Fezer und Oliver Clemens entworfene Raumstruktur orientierte sich nicht am Raumprogramm einer Buchhandlung, sondern daran, was ein Buchladen sein könnte. Der Vorderraum wurde durch einen großen, begehbaren Büchertisch beherrscht, im zweiten Raum standen vier auf Schienen geführte, bewegliche Regale. Ein Podest, das auch als Bühne diente, verband Büchertisch und Regale. In einer Palette aus Rottönen verschnitten sich Flächen und Körper jenseits ihres konstruktiven Aufbaus und gingen einen formalen wie konzeptionellen Konflikt mit dem Raum ein.

Der grafische Auftritt und die Netzpräsentation von Pro qm wurde von der in Berlin und Stuttgart arbeitenden Gruppe "interfaces. symposium über schrift und sprache" gestaltet. Die Möbelbauten wurden großzügig von Abet Laminati und der Schreinerei Artis, Berlin unterstützt.