Martin Pawley’s Garbage Housing

Projekt: 
Ausstellungsbeitrag für "Performative Installation", Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig
2004
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Kurzbeschreibung: 

1972 schlug der britische Architekt Martin Pawley auf der von der Allende-Regierung ausgerichteten International Housing Conference in Chile vor, verstärkt mit Selbstbau und der Wiederverwertung von Konsumresten zu arbeiten. Das von Pawley bereits zuvor in London erarbeitete Konzept des „Garbage Housing“ wurde darauf an der Cornell University in konkreten Studienprojekten erprobt. Der interessanteste Beitrag aus diesen Forschungen, das Citroen Fourgonette Konstruktionssystem, basiert auf Autoteilen einer chilenische Fabrikationsanlage für Citroen, die bei ausbleibender Motorenlieferung aus Belgien nur noch Karosserien herstellen konnte. Diese komplexe Situation diente als konkreter Ansatz für Studien zu einem Pilotprojekt, das sowohl die längst destabilisierten ökonomischen Zusammenhänge als auch die postkoloniale Situation in Chile reflektierte.

Seine in diesem Buch zusammengestellten Texte (1971 - 1982) verdeutlichen die Argumente und Konflikte um die Möglichkeiten und Aufgaben einer Architektur der Moderne zu einem Zeitpunkt, an dem die moderne Produktionsweise selbst in eine Krise geraten war.

Jesko Fezer, Katja Reichard, Axel John Wieder (Hg.): Martin Pawley’s Garbage Housing with Preconsumer Waste and the 2CV Fourgonette Construction System, Chile 1972
Vice Versa Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-932809-53-X
64 Seiten, 2-farbig, 24 Abbildungen, 20,5 x 14,5 cm, Text Englisch

vgl.:
Christopher Dell: Garbagehousing. Produktion zur Improvisation
http://www.generalpanel.org/index.php?issue=1&beitrag=7