Umelec

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Feature: 
Nein
Contemporary Art and Culture
Prag
erscheint: 
vierteljährlich

Das Magazin Umelec, im Jahre 1997 gegründet, ist das einzige regelmäßig erscheinende Medium in Tschechien, das sich mit zeitgenössischer Kunst und Kultur auseinandersetzt. Jede Ausgabe wird parallel in tschechischer und englischer Sprache veröffentlicht. Die Beiträge stammen sowohl von tschechischen als auch von ausländischen Autoren.

Auch in Zukunft wird Umelec von diesen Positionen ausgehen. Das tschechische Kunst- und Kulturgeschehen soll noch mehr mit der Kunst und Kultur im Ausland in Zusammenhang gebracht werden. Eine größere Aufmerksamkeit auf die tschechische Kunst und Kultur kann so zu einer stärkeren Auseinandersetzung damit führen, was sich hinter den Grenzen abspielt.

Bereits in diesem Jahr unterzieht sich Umelec mehr als nur einer äußerlichen Veränderung: Es entstehen neue Rubriken, die Bandbreite des Magazins wird insgesamt größer und schafft endlich genügend Raum für Themen, denen sich andere Magazine oft nur am Rande oder überhaupt nicht widmen. Rubriken, die bisher ausschließlich der tschechischen Szene galten, werden jetzt internationaler. Auf der anderen Seite sollen neue Rubriken die Diskussion auf beiden Seiten fördern und so vor allem auch tschechische Künstler dazu ermutigen, endlich jene Barriere eines langjährig rein apolitischen Zugangs zur Kunst zu überwinden.

Umelec folgt keinen bestehenden Trends, sondern versucht neue Grenzen zu setzen und so neue Trends zu schaffen. So überlässt Umelec korrekte Reflexionen über die Gestalt der Welt anderen und öffnet sich in aller Gemütsruhe einer Zeit des Chaos und der Widersprüchen, denn nur so kann ein Bild unzähliger verzweigter Delta entstehen, das der Vielfältigkeit der heutigen visuelle Kunst und Kultur entspricht.

Umelec im Ausland

Seit seiner Entstehung bemüht sich Umelec um die Komparation und Präsentation internationaler Kultur und zeitgenössischer Kunst. Seit 2000 erscheint das Magazin separat in tschechischer und englischer Sprache und erfreut sich seither eines zunehmenden Interesses der internationalen Fachwelt sowie einer wachsenden Leserschaft.

Bereits vier Jahre später kann festgestellt werden, dass die Internationalisierung des Magazins nicht nur der tschechischen Kunst zu einer größeren Integration in den internationalen Kontext verhalf, sondern auch einen Impuls auf die hiesige (tschechische) Kulturszene bewirkte. Tatsächlich ist Möglichkeit eines ständigen Vergleichs mit dem internationalen Kulturgeschehen für die tschechische Kunst und Kultur von existenzieller Notwendigkeit.

Die tschechisch-französische Nummer, die uns hier als Grundmodell dienen soll, demonstrierte erfolgreich nicht nur die Differenzen und Zusammenhänge in der zeitgenössischen Kunst, sondern auch die Rezeption der sowie Kritik an den bestehenden Kulturinstitutionen auf beiden Seiten. Die tschechisch-französische Ausgabe, erschienen zu Beginn des Jahres 2002, wird bis heute von zahlreichen Lesern und Fachleuten nachgefragt.

Kontinuation

Das Konzept einer tschechisch-deutschen Zusammenarbeit soll selbstverständlich über die geplante erste gemeinsame Ausgabe von Umelec International hinausgehen. Das Weiterbestehen der deutschen Redaktion und einer damit verbundenen ständigen Präsenz von Umelec International in Deutschland ist dabei für uns von größter Wichtigkeit.

Die Redaktion soll die ständige Zufuhr von Informationen über das deutsche Kulturgeschehen sichern sowie die Möglichkeiten der regelmäßigen Veröffentlichung einer deutschsprachigen Ausgabe von Umelec International evaluieren.

Die geplanten Aktivitäten möchten wir wiederum sowohl aus unseren eigenen Quellen als auch mit Hilfe des Förderprogrammes des tschechischen Kulturministeriums realisieren. Natürlich werden wir uns auch im nächsten Jahr an weitere mögliche Förderungsprogramme wenden.