Post-Readymade
Namenlose Grabsteine; ein Turnschuh, auf dem statt des Markennamens Balenciaga das Wort »Belanciege« steht; ein lächelnder Achat, der auf Ebay für eine Million Dollar gelistet ist... Mit Werken von Luke Willis Thompson, Hito Steyerl und Lindsay Lawson vor Augen führt Katharina Weinstock die Rezeptions- und Transformationsgeschichten von Duchamps »Readymade« und Bretons »Objet Trouvé« parallel, um aus ihrem Zusammenspiel den neuen Begriff »Post-Readymade« zu entwickeln, mit dem heutige Spielweisen der Kunst mit Fundobjekten greifbar werden. Statt von Kunstobjekten auf Sockeln handelt dieses Buch von driftenden, prekären, beredsamen Dingen und den mit ihnen verwobenen menschlichen Schicksalen.
Katharina Weinstock arbeitet als Kunstwissenschaftlerin mit einem Schwerpunkt auf moderne und zeitgenössische Kunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Zu ihren gegenwärtigen Forschungsinteressen gehören: Digitale Kultur, Bildwissenschaft, Curatorial Studies, künstlerischer Aktivismus und künstlerische Forschung.